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Ich bin eine Seiltaenzerin eine ziemlich ungeschickte zwar, aber eine Seiltaenzerin... Ich schwanke zwischen zwei Extremen und wuerde gerne darueber berichten! Ein wenig Erfahrungsbericht, ein wenig Psychologie und ein wenig Philosophie... Die Gedanken einer Achterbahnfahrerin, die keine Achterbahnen mag...

Alter: 20
 



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Depression

Jeder Mensch kennt sie, die Lebensmüdigkeit, die uns alle ab und an befällt. Ich denke jeder Mensch spielt einmal mit dem Gedanken sich umzubringen, viele verfolgen sogar konkrete Pläne, falls es nötig sei, es einfach zu beenden. Doch nur wenige kennen das Gefühl welches reine Schwärze ist, Dunkelheit gegen die alle Schmerzen und alle Schrecken des Todes unbedeutend sind. Es ist als würde ich hilflos und klein am Boden eines langen Schachtes sitzen um mich her Wände, die immer näher rücken, mich von allen Seiten bedrängen. Und es ist als würde ein zentnerschweres Monster auf meiner Brust sitzen, welches mir die Luft zum Atmen nimmt und mich niederdrückt, so dass ich nicht in der Lage bin mich zu bewegen geschweige denn einen klaren Gedanken zu fassen. Dieses Gefühl nennt sich Depression. Als sie mich das erste Mal überfiel, ich erinnere mich kaum noch, da wusste ich nicht dieses Gefühl einzuordnen. Wenn es jetzt kommt weiß ich damit umzugehen, ich verkrieche mich und kämpfe mit all meiner Kraft gegen dieses vollkommen überzeugende Gefühl an, dass mein Leben keinen Sinn mehr macht und dass ich mich besser umbringen sollte. Ja ich bin einer dieser Menschen, der sich ständig mit Selbstmord beschäftigt! Und ich bin auch einer der Menschen, der es mehr als einmal versucht hat. Den größten Teil meiner Wochen sind diese Gedanken da und ich kann mich nur damit beschäftigen ihnen nicht nachzugeben, doch dann gibt es da noch meine hypomanen Phasen. Ja meine Krankheit nennt sich bipolare affektive Störung, früher hat man auch manisch-depressive Erkrankung gesagt, aber soweit ich weiß ist dieser Name nicht mehr geläufig. Wenn ich manisch bin, oder eher hypoman, so nennt man die Vorstufe einer Manie, dann bin ich ausgelassen, wie trunken vor Glück, das klingt nicht schlecht und ist für mich auch nicht weiter problematisch. Ich mag diese Zustände, aber für mein Umfeld sind sie in den meisten Fälle nur unter Mühen zu ertragen. Ich bin in solchen Phasen nicht zu bremsen und verliere jede Bodenhaftung. Ich halte mich dann für die wichtigste Person der Welt, zu großem berufen und zu allem fähig. Und nach diesen Phasen erfolgt natürlich, wie nie zu vermeiden ist, der Sturz ins dunkle. Und man sagt nicht umsonst, dass man ja höher man fliegt auch umso tiefer fallen kann. Und ich bin tief gefallen, viele Male, wieder und wieder und habe in der Hölle gebrannt. Das klingt alles so dramatisch und aufgebauscht aber diese Gefühle lassen sich nun einmal am besten mit Metaphern erklären. Eine Depression ist wie eisige Kälte und Leblosigkeit in einem und dann ist da das Feuer, es brennt aber es ist kalt. Es ist so schwer zu verstehen und so schwer niederzuschreiben.
14.10.14 11:28


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Eis

Kalt und schön. Glitzernd und leblos. Faszinierend und gefährlich. Manchmal ist das Leben wie Eis. Es scheint wunderschön und glitzernd, doch es ist tückisch. Es ist kalt. Faszinierend und kalt. Und auf einmal ist das Leben nicht mehr als eine Hülle. Schillernd und schön. Und tückisch. Es verleitet und ihm zu trauen und wenn man sich zu weit vor wagt... Dann zerbricht es. Zieht einem den Boden unter den Füßen weg. Lässt einen ins kalte Wasser stürzen. Und nur die starken tauchen wieder auf. Die Schwachen versinken, gehen unter, ertrinken. Sie geben auf. Eis schmilzt durch Zweifel, bricht leichter durch Angst. Nur die Starken leben weiter wenn das Eis bricht, wenn der Boden unter ihren Füßen verschwindet, sich die Erde unter ihnen auftut. ZU wem gehörst du? Zu den Starken? Zu den Schwachen? Kämpfst du wenn das Eis bricht? Irgendwann wirst du es erfahren Ich habe das Gedicht (ist das ein Gedicht?) vor langer zeit geschrieben und mir jetzt wieder ein wenig Gedanken drüber gemacht! Stärke und Schwäche sind zwei oft so zentrale Punkte im Leben...zumindest in meinem! Stark-Schwach ist bei mir und für mich selber schnell zu würdig und nicht-würdig geworden, jedenfalls für mich selber. Ich habe beschlossen, dass ich sollte ich schwach sein, nicht würdig wäre annerkannt zu werden! Ich habe vergessen, dass es nicht nur schwarz und weiß sondern so viel dazwischen gibt. Das sagt sich jetzt so leicht und ich verfalle viel zu schnell in alte Muster. Muster in denen ich mich selber als nicht würdig empfinde. Ich finde das ist ein passender Ausdruck: würdig sein... Ich habe versucht und versuche noch oft Anderen die Entscheidung mich zu mögen/zu respektieren abzunehmen und vergessen, dass ich dazu kein Recht habe. Aber es ist ziemlich leicht sich selber fertig zu machen! Ich denke mal, dass das ein typisch depressiver Gedankengang ist! Ich glaube eine Depression ist immer egoistisch, weil sich alles Denken auf sich selber und auf das eigene Leid konzentriert...ich will nicht von Selbstmitleid sprechen, weil eine Depression etwas so grausames und schmerzhaftes ist, dass es nicht verwunderlich oder verwerflich ist sich ganz in sich selber zurückzuziehen. Das Gefühl ist so einnehmend und allumfassend, dass ich und bestimmt auch viele Andere nichts anderes fühlen können, als den Schmerz. Schwäche ist ein seltsames Wort! Was ist eigentlich Schwäche? Ist Schwäche nachzugeben? Oder ist es gerade Stärke das ab und an zu tun? Viele Menschen neigen dazu sich selber Schwächen zuzuschreiben, die sie bei Anderen gar nicht als Schwäche definieren würden! Stark-Schwach. Gut-Böse. Schwarz-Weiß. Ist das nicht alles ein bisschen engstirnig?
6.10.14 19:49


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